Frotteesohle: was die Schlingen im Inneren bewirken
Was ist eine Frotteesohle genau?
Frottee ist das deutsche Wort für Frottierware, also dasselbe Material wie ein Handtuch. In einer Socke heißt das: kleine Garnschlingen auf der Innenseite, meist nur unter dem Fuß, bei manchen Modellen um den ganzen Fuß herum. Sie stehen auf und bilden eine weiche Schicht zwischen Haut und Schuh.
Warum wärmt das besser als dickes Garn?
Weil zwischen den Schlingen Luft steht, und stehende Luft ist der eigentliche Isolator. Deshalb kommen fast alle Thermosocken mit Frottee. Der Vorteil gegenüber einer einfach dicker gestrickten Socke: die Wärme entsteht innen, der Schaft bleibt schlank und passt weiter in den Schuh.
Für wen lohnt sich das besonders?
Für alle, die lange auf den Beinen sind. Beim Wandern und bei der Arbeit dämpfen die Schlingen den Aufprall an Ballen und Ferse, zu Hause auf kalten Fliesen wärmen sie, siehe Haussocken. Auch für Kinder gibt es Modelle, teils mit Antirutsch-Noppen.
Wird die Socke dadurch zu dick für den Schuh?
Das hängt vom Modell ab. Es gibt feine Varianten mit einem leichten Frottee-Fußbett, die auch in einen engen Sommerschuh passen, und dicht gefütterte Thermomodelle für den Winterstiefel. Prüfen Sie zuerst, wie viel Platz im Schuh ist: ein eingeengter Fuß wird kalt, egal wie warm die Socke ist.
Wie bleibt die Frotteesohle weich?
Bei 30 Grad im Wollprogramm waschen, ohne Weichspüler. Der legt sich um die Schlingen und drückt sie platt, genau das, was Sie nicht wollen. Nicht in den Trockner, dort verfilzt die Wolle und die Schlingen verschwinden. Die Details stehen in der Waschanleitung.